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Mai
22

Das Wunder der Perle

Muschel

Foto: carsten 10
"Muschel"

Some rights reserved.
Quelle: www.piqs.

Man erzählt sich die Geschichte einer Perle hier am Strand.
Sie entstand in jener Muschel durch ein grobes Körnchen Sand.

Es drang ein in ihre Mitte und die Muschel wehrte sich.
Doch sie musste damit leben und sie klagte: Warum ich?

Eine Perle wächst ins Leben, sie entsteht durch tiefen Schmerz.
Und die Muschel glaubt zu sterben, Wut und Trauer füllt ihr Herz.

Sie beginnt es zu ertragen, zu ummanteln dieses Korn.
Nach und nach verstummt ihr Klagen und ihr ohnmächtiger Zorn.

Viele Jahre sind vergangen. Tag für Tag am Meeresgrund
schließt und öffnet sich die Muschel. Jetzt fühlt sie sich kerngesund.

Ihre Perle wird geboren. Glitzert nun im Sonnenlicht.
Alle Schmerzen sind vergessen, jenes Wunder jedoch nicht.

Jede Perle lehrt uns beten, hilft vertrauen und verstehn,
denn der Schöpfer aller Dinge hat auch deinen Schmerz gesehn.

Nun wächst Glaube, Hoffnung, Liebe, sogar Freude tief im Leid.
So entsteht auch deine Perle, sein Geschenk für alle Zeit.

 

Sören Kahl

Mai
20

Mana (Macht)

Das sechste Ka-Huna Prinzip:
 
 
Mana (Macht)
  
- Alle Macht kommt von Innen -
oder
- Alle Kraft kommt von Innen -
 
 
 

Dieses Prinzip beschreibt, dass Deine Macht,
Deine Kraft, also auch Deine Führung VON INNEN kommt.

Im ersten Augenblick erscheint das Prinzip fragwürdig.

Du könntest der Meinung sein, dass Kraft, Macht, Führung
bei einer höheren Instanz liegt.
ZB bei dem lieben Gott, dem Leben, den Umständen, der Regierung,
Deinem Chef, Eltern oder Deinen Lehrern.

Doch wenn Du das denkst, könnte ich Dich Folgendes fragen:
Wo haben diese Instanzen ihre Kraft & Macht her? Von Innen? Aus sich selbst heraus?

Immernoch Zweifel?


Nun, dann behaupte ich mal,

- dass sich alle Lebewesen ernähren, um zu Kräften (von Innen) zu kommen.
- dass Gedanken und Gefühle einen Menschen antreiben oder ausbremsen können.
- dass jeder Mensch sein Hirn benutzt, um zu handeln.

*OKOK – Ich weiß, am letzten Satz kann man manchmal zweifeln :D*

Leider benutzt aber meines Wissens kein Mensch das Hirn eines Anderen,
um zu handeln und Bindfäden haben wir auch nicht an uns,
über die wir gesteuert werden könnten.  

Kombiniert mit den anderen Prinzipien ergibt sich Folgendes:

Die Welt ist so, wie Du sie siehst.
Indem Du Deine Betrachtungsweise änderst, kannst Du Deine Welt verändern.
Wenn Du die Dinge, die Dich umgeben annimmst (liebst),
hast Du eine Verbindung und kannst Deine Betrachtungsweise ändern.
Dadurch stehst Du in Deinem eigenen Leben und kannst es "in die Hand" nehmen.

Du hast also die Macht und das Können, die Welt, so wie Du sie siehst,
zu dem zu machen, was Dich glücklicher macht.

Aber nur DU kannst das tun. Und Du kann das nur JETZT tun.

...nur Du kannst die Impulse haben, Ihnen Aufmerksamkeit schenken,
ihnen folgen und beständig mit der Welt in Beziehung setzen!


Doch laß uns noch einen Schritt weiter gehen.

Diesem Prinzip zufolge, kann niemand Deine Gefühle erzeugen.
Du hast es in der Hand! Du kannst zB die Verhaltensweisen, die Du wahrnimmst umdeuten
oder die dahinter liegenden Bedürfnisse erkennen, um das Verhalten besser zu verstehen.

Oft suchen wir allerdings lieber den A... im Aussen *Oder so*

Die meisten Menschen haben früh mitbekommen, dass immer jemand anders "Schuld" ist.
Daher haben viele Menschen leider gelernt, in "Schuld" zu denken.
Und so geben sie eben dem Anderen die Schuld^^....

Nun ist es aber so, wenn Du einem Anderen die Schuld zuschiebst,
verschenkst Du im wesentlichen Deine Macht, etwas zu verändern!
Du schwächst Dich damit selbst.

Dieses Prinzip errinnert uns daran, dass wir einen eigenen "Film des Lebens" drehen
und unsere Rolle darin mindestens genauso wichtig ist, wie die Rollen aller Anderen :-)

Wenn in Deinem Film vor allem "Andere" immer nur die wichtigen Rollen besetzen,
hat dieses Prinzip einen tollen Titeltipp für Dich:

"Schritte zur Selbstermächtigung"

Du hast es selbst in der Hand, aus Deinem Inneren heraus,
Dein Leben zum Positiven zu verändern!

 


Zitate

Blicke in dich. In deinem Inneren
ist eine Quelle, die nie versiegt,
wenn du nur zu graben verstehst.

Mark Aurel

 

Ich bin mein Himmel und meine Hölle.


Friedrich Schiller, Die Räuber

 

Alles steht zum besten mit dir,
auch wenn schier alles zu mißlingen scheint,
solange du nur mit dir selber im reinen bist.
Umgekehrt stimmt nichts mit dir,
selbst wenn es äußerlich gut zu gehen scheint,
solange du nicht mit dir selber im reinen bist.


Mahatma Gandhi



Anderen kannst du oft entfliehen, dir selbst nie.

Deutsche Redewendung


Mai
17

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte

Strandblick

Foto: Manoj Vasanth
"Where the quiet coloured end
of evening smiles, Miles and miles"


Some rights reserved.
Quelle: www.piqs.

Wenn ich mein Leben
noch einmal leben könnte,
im nächsten Leben,
würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.

Ich würde nicht so perfekt sein wollen,
ich würde mich mehr entspannen.

Ich wäre ein bisschen verrückter als ich gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben.

Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten,
mehr bergsteigen,
mehr in Flüssen schwimmen.

Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen,
nur mehr gute Augenblicke zu haben.

Falls Du es noch nicht weißt,
aus diesen besteht nämlich das Leben;
nur aus Augenblicken,
vergiss nicht den jetzigen!

Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein
barfuß gehen.
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.

Aber sehen Sie...
ich bin 85 Jahre alt und weiß,
dass ich bald sterben werde.

 

Jorge Luis Borges

Mai
17

Aloha (Gruß, Liebe)

Das fünfte Ka-Huna Prinzip:
 
 
Aloha (Gruß, Liebe)
  
- Glücklich sein mit... -
oder
- Glücklich sein, mit dem was ist -
 
 
 

Vielleicht Denkst Du beim Lesen dieses Prinzips an Sätze,
wie "Glücklich sein mit dem was man hat", oder Ähnliche...

Allerdings hat Aloha nicht das Geringste damit zu tun, sich mit etwas zufriedenzugeben
(obwohl man es vielleicht eigentlich nicht ist),
oder sich einzureden, dass man alles, was man braucht schon hat, um glücklich zu sein.


Die tiefere Bedeutung des Wortes Aloha wird deutlich,
wenn man die zusammengesetzten Begriffsmöglichkeiten anschaut:

=> "Das freudige (oha) Teilen (alo) von Lebensenergie (ha) in der Gegenwart (alo)."


Es geht also darum, sich dem Leben, dem Moment, dem Gegenüber zu öffnen
und mit dem zu sein, was ist.

Es gehört die (innere) Erlaubnis dazu,
präsent zu sein und glücklich sein zu dürfen.

Liebevoll mit dem Gegenüber und der Welt umgehen zu dürfen.


Das Prinzip "Aloha" bedeutet, die Welt oder das Gegenüber
liebevoll anzunehmen und glücklich damit zu sein.


Bei diesem Prinzip ist Glück nichts, dass einem zufliegt, sondern eher
eine (unbewusste) Entscheidung sich zu öffnen, den Moment von Herzen anzunehmen
und in den Tag - die Welt zu gehen.


Dazu gehört auch, gedankliche Bedingungen, wie:
 
„Ich kann erst (wieder) glücklich sein, wenn...

...ich schlank bin
...geliebt werde
...verheiratet bin
...nicht mehr arbeiten muss
...die Kinder aus dem Haus sind
...ich eine größere Wohnung, einen besseren Job habe, etc.

loszulassen, aufzugeben.


Aloha errinnert uns daran,
wie wertvoll es ist, präsent, offen und zugewand zu sein und zu bleiben.
Das Stichwort "Aloha Spirit" (gelebte Liebe), beschreibt die warme, herzliche Art,
mit der die Hawaiianer Ihre Gäste empfangen und für die sie weltberühmt sind.



Gleichwohl verbirgt sich in dem Begriff eine der mächtigsten Methoden überhaupt,
um Probleme zu lösen, jede Art von Ziel, Geistes- oder Körperzustand zu erreichen
und Anziehungskräfte zu steigern:
 
Auch wenn es einfach klingt, sollte man sich davon nicht täuschen lassen...

Segne (würdige, wertschätze, bewundere offen, bestätige, erwarte Gutes für)
jeden Menschen und alle Dinge, die das repräsentieren,
was Du erreichen willst
.
In einer Steigerung: Sprich diesen Segen offen aus.
 
(Natürlich nicht einmal, sondern möglichst bei jeder Begegnung)


Zum Aloha Prinzip existiert sogar ein Internationales Projekt:
- Das Aloha Projekt:

"Der Welt helfen, sich selbst zu helfen"
 

Es soll allen Völkern dieser Erde helfen, mehr Frieden, Gesundheit und Wohlstand zu erreichen.
 


Zitat

Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen,
sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

Buddha

 

“The more you are motivated by Love,
The more Fearless & Free your action will be.”

Dalai Lama XIV


Feb
03

Bewusst - sein

Augen-Blick

Foto: Hansjörg Hoffmann
"Augen-Blick"

Some rights reserved.
Quelle: www.piqs.

Ein charismatischer Zen Meister,
der dafür bekannt war, viele Schüler gut ausgebildet zu haben
und den Viele wegen seiner liebevollen Gelassenheit achteten,
wurde einst gefragt, warum er so in sich ruhe
und trotz seiner vielen  Beschäftigungen
so glücklich sei und so viel Liebe ausstrahle. 

Er antwortete: 
"Wenn ich stehe, dann stehe ich
wenn ich gehe, dann gehe ich
wenn ich sitze, dann sitze ich 
wenn ich esse, dann esse ich
wenn ich ruhe, dann ruhe ich,
wenn ich liebe, dann liebe ich
wenn ich arbeite...  "

Da fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten: 

"Das tun wir auch!
Was tust du darüber hinaus?"


Er sagte wiederum: 

"Wenn ich stehe, dann stehe ich
wenn ich gehe, dann gehe ich
wenn ich sitze, dann sitze ich
wenn ich esse..."

 
Wieder fielen ihm die Fragesteller,
diesmal etwas ungeduldig, ins Wort: 

"Aber das tun wir doch auch! 
Darin kann keine Lehre für uns liegen."


Geduldig antwortete er ihnen: 

"Nein! Bei euch ist das so:

Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon.
Wenn ihr steht, dann lauft ihr schon.
Wenn ihr lauft, dann seid ihr noch am Start oder schon am Ziel.
Wenn ihr esst, seid ihr schon wieder im Gehen.
Wenn ihr ruht, seit ihr an der Arbeit oder bei euren Problemen.
Wenn ihr liebt, seid ihr bei dem Anderen.
Wenn ihr arbeitet, seid ihr schon wieder daheim."

Nach einer kleinen Pause fuhr er ruhig fort:

"Ihr seid sehr, sehr selten genau bei euch
und dem, was ihr gerade tut!

Deshalb verpasst ihr das Eigentliche.
Deshalb verpasst ihr eure Momente.
Deshalb habt Ihr keine wirkliche Verbindung
zu euch selbst und zu eurem Leben,
sondern nur zu eurem Verstand". 


Da verstanden die Fragesteller.

 

unbek Verfasser
(geändert)

Feb
01

Manawa (Zeit)

Das vierte Ka-Huna Prinzip:
 
 
Manawa (Zeit)
  
- Jetzt ist der Augenblick der Macht -
oder
- Es gibt nur das Jetzt -
 
 

Manawa beschreibt, dass es subjektiv, also für Dich allein,
überhaupt nur einen Augenblick gibt: das -> JETZT <-. 

Denkst Du über Vergangenes nach, errinnerst Du Dich JETZT
oder reflektierst jetzt oder versuchst jetzt zu verstehen oder oder oder....

Denkst Du an die Zukunft, planst Du JETZT etwas
oder versuchst jetzt etwas in Dein Leben zu integrieren oder oder oder...

Manawa entsprechend ist Zeit für Dich (wie fast allle Dinge) nur eine Definition,
eine Übereinkunft, eine Illusion, eine Orientierungshilfe.
 
ALLES, WAS DU TUST, TUST DU JETZT -> immer!!!
Du suchst Dir das nicht aus, es ist keine "Zielvorstellung", hier und heute ist es ein Prinzip!!
 
ALLES, WAS DU ERLEBST, ERLEBST DU JETZT -> immer!!!
Auch das suchst Du Dir nicht aus, ja, es ist das gleiche Prinzip :)
 
Wenn es ums "Wohlfühlen" geht, gehört dieses Prinzip zu den Elementarsten,
die mir im Augenblick bekannt sind.

Denn:
Du hast es in der Hand!!!
Du kannst Dich beispielsweise Fragen: "Was ist jetzt grad lebendig in mir?"
...und das kannst Du immer!!!!!

Wenn Du weißt, was lebendig in Dir ist, kannst Du Dich "entscheiden",
wie Du jetzt damit umgehen magst:
-> Beispielsweise kannst Du es (Dich) ausdrücken (jetzt tun)
-> Du kannst es einfach "so sein" lassen (jetzt annehmen, jetzt beobachten)
-> Du kannst herausfinden, ob Du (bei etwas) Unterstützung benötigst (jetzt Unterstützung holen)
-> Du kannst entscheiden, ob Du "ihm" (dem grade Lebendigem) jetzt Raum gibst
     oder etwas Anderes besser erscheint, ohne es zu verdrängen. (jetzt handeln)

Wenn Du die Vergangenheit und die Zukunft "ruhen" lässt und
Dich auf Dich und den Augenblick konzentrierst, kannst Du zudem feststellen,
dass fast alle "Schmerzen", Zweifel, Ängste, Ärger, "Unwohl sein" etc.
aus Deiner Perspektive auf die Vergangenheit und oder Zukunft  resultieren.


Die Konzentration, auf das JETZT, kann Dich also mit Harmonie und Frieden erfüllen.
(BSP: Das, was Dir Ärger bereitet hat, ist vorbei & das, was Dir Sorgen macht, ist faktisch jetzt nicht vorhanden)
 

Übrigens kannst Du auch nur jetzt die Bedeutung der Dinge
(auch aus der Vergangenheit und Zukunft - neu -) definieren.

 

Zitate:

 

Aus den Wolken muß es fallen,
aus der Götter Schoß das Glück,
und der mächtigste von allen
Herrschern ist der Augenblick.   

Friedrich Schiller

 

 

Wo bist Du? -> Hier

Wie spät ist es? -> Jetzt

Was bist Du? -> Dieser Moment
 

aus dem Film "Der friedvolle Krieger"

 



Ähnlich: "Das Gesetz der Gegenwart"

 

Jan
27

Der Indianer und die Grille

Schmetterling auf der Strasse
 

Foto: ArgonR
"Streetfighter"

Some rights reserved.
Quelle: www.piqs.

Ein Indianer, der in einem Reservat
weit von der nächsten Stadt entfernt wohnte,
besuchte das erste Mal seinen weißen Bruder in der Großstadt.

Er war sehr verwirrt vom vielen Lärm,
von der Hektik
und vom Gestank in den Straßenschluchten.

Als sie nun durch die Einkaufsstraße
mit den großen Schaufenstern spazierten,
blieb der Indianer plötzlich stehen und horchte auf.

"Was hast du",
fragte ihn sein Freund.

"Ich höre irgendwo eine Grille zirpen",
antwortete der Indianer.

"Das ist unmöglich",
lachte der Weiße.

"Erstens gibt es hier in der Stadt keine Grillen
und zweitens würde ihr Geräusch in diesem Lärm untergehen."

Der Indianer ließ sich jedoch nicht beirren
und folgte dem Zirpen.
Sie kamen zu einem älteren Haus,
dessen Wand ganz mit Efeu überwachsen war.
Der Indianer teilte die Blätter
und tatsächlich:
Da saß eine große Grille.

"Ihr Indianer habt eben einfach ein viel besseres Gehör",
sagte der Weiße im Weitergehen.

"Unsinn",
erwiderte sein Freund vom Land.
"Ich werde Dir das Gegenteil beweisen".

Er nahm eine kleine Münze aus seiner Tasche
und warf sie auf den Boden.
Ein leises "Pling" ließ sich vernehmen.

Selbst einige Passanten,
die mehr als zehn Meter entfernt standen,
drehten sich augenblicklich um
und schauten in die Richtung,
aus der sie das Geräusch gehört hatten.

"Siehst Du mein Freund,
es liegt nicht am Gehör.
Was wir wahrnehmen können oder nicht,
liegt ausschließlich an der Richtung
unserer Aufmerksamkeit.
Was Du wahrnehmen kannst, sagt mehr darüber aus
wie Du denkst, als was Dich tatsächlich umgibt."

 

unbek Verfasser

Jan
24

Makia (Ziel, Sinn und Zweck)

Das dritte Ka-Huna Prinzip nennt sich
 
 
Makia: (Ziel, Sinn und Zweck)
  
- Energie folgt der Aufmerksamkeit -
und
- Aufmerksamkeit folgt der Energie -


  Zur Erinnerung, hier nocheinmal das erste Prinzip "Ike":
-> "Die Welt ist, wofür Du sie hälst."

und das Zweite "Kala":
-> "Es gibt keine Grenzen"
(Die Welt hat Dir gegenüber keine Grenzen,
uU definierst Du nur Dinge und ziehst damit Grenzen)


Vor diesem Hintergrund
bekommt das 3te Prinzip:
 "Makia"
eine besondere Bedeutung.

"Energie folgt der Aufmerksamkeit" kann vor diesem Hintergrund zB bedeuten,
dass Du, dadurch, dass Du den Dingen Deine AUFMERKSAMKEIT SCHENKST,
Deine Welt GESTALTEN kannst!

Du kannst also Makia zufolge dadurch,
dass Du bewusst (absichtlich, willentlich)
deine Aufmerksamkeit steuerst, deine Welt gestalten.

Andererseits wird Deine Aufmerksamkeit durch (zB äußere) Energie geleitet.
(Um es mal nicht so abgehoben auszudrücken :D
-> Deine Aufmerksamkeit folgt auch Deiner Wahrnehmung (Augen, Ohren etc...))
So können zB auch "Nachrichten aus aller Welt",
wenn Du ihnen Deine Aufmerksamkeit schenkst,
DEINE Welt mitgestalten.

Makia erinnert uns daran, wie wichtig unser Fokus
auf unsere Ausrichtung ist.
Wenn wir keinen oder zu vielen Dingen unsere Aufmerksamkeit schenken,
zerfasern wir unsere Kraft, unsere Energie und "gestalten"
unser Leben nicht oder mit zu wenig Energie weiter.
(Das "Alles wird schlechter Syndrom":
Dingen, denen keine Energie zugeführt wird,
 "sterben", "schrumpfen" oder werden "kälter" )

Konzentrieren wir uns auf wenige Dinge und behalten den Fokus,
erhalten wir die Kraft und Energie und erreichen
auch mit größerer Wahrscheinlichkeit, was wir uns vornehmen.
(Das "Alles wird besser Syndrom":
Dingen, denen wir Energie zuführen, werden
 "lebendig", "wachsen" oder werden "wärmer" )


Makia zufolge ist es wichtig, sich klar zu machen,
AUF WAS wir unsere Aufmerksamkeit richten
und welcher "Energie" unsere Aufmerksamkeit folgt.

Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf Dinge,
die viel Energie "schlucken", ohne einen Wert für unser Leben zu erbringen?
zB: Ärger, Schwächen, Schuldzuweisungen,
"Das Schlechte" in Menschen und der Welt...

Richten wir unsere Aufmerksamkeit auf Dinge,
die einen Wert für uns erzeugen können?
zB: Unsere Stärken, Balance, Selbstbestimmung, Learnings,
"Das Gute" im Menschen und der Welt...


Wenn man Makia "als Tool" verwenden würde,
um seine Welt oder das eigene Leben zu gestallten,
wäre der erste Schritt:

--> Etwas erschaffen, auf das man dauerhaft seine Aufmerksamkeit richtet.

Die eigene Vision und Mission Beispielsweise zu entdecken
und an ihr "dran" zu bleiben.

Oder "etwas Kleiner":

--> Wissen, was man will und sich darauf konzentrieren ;-)



Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,
Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.
Wilhelm Busch
 
 
 
Als ein Vater seinen zwölfjährigen Sohn fragte,
was er sich zum Geburtstag wünsche, antwortete dieser;
«Papa, ich möchte dich!»
Sein Vater arbeitete die ganze Zeit und war selten zu Hause.
Sein Sohn war eine Glocke der Achtsamkeit,
die ihn daran erinnerte, daß das kostbarste Geschenk,
das wir unseren Liebsten machen können,
unsere wirkliche Gegenwart ist.
Thich Nhat Hanh

 

Jan
19

Das Versteck der Weisheit

Ringbuch
 

Foto: ArgonR
"Ringbuch"

Some rights reserved.
Quelle: www.piqs.

Vor langer Zeit überlegten die Götter,
dass es sehr schlecht wäre,
wenn die Menschen die Weisheit des Universums finden würden,
bevor sie tatsächlich reif genug dafür wären.

Auf einer großen Konferenz entschieden sie also, 
die Weisheit des Universums an einem Ort zu verstecken,
wo die Menschen sie solange nicht finden sollten,
bis sie reif genug sein würden
und verantwortungsvoll damit umgehen könnten.

Einer der Götter schlug vor,
die Weisheit auf dem höchsten Berg der Erde zu verstecken.
Schnell erkannten die Götter aber,
dass der Mensch bald alle Berge erklimmen würde
und die Weisheit dort nicht sicher genug versteckt wäre. 

Ein anderer schlug vor,
die Weisheit an der tiefsten Stelle im Meer zu verstecken.
Aber auch dort sahen die Götter die Gefahr,
dass die Menschen die Weisheit zu früh finden würden.

Die Konferenz dauerte sehr lange.
Die Götter konnten einfach keinen Platz finden,
der für den Menschen unerreichbar war.
Nicht in Atomen,
nicht in geheimen Formeln,
nichts in der Welt
schien den Menschen verborgen zu bleiben.
 

Da machte der weiseste aller Götter,
schließlich seinen  Vorschlag:

“Ich weiß, was zu tun ist.
Lasst uns die Weisheit des Universums
im Menschen selbst verstecken.

Er wird dort erst dann danach suchen,
wenn er reif genug ist,
denn er muss dazu den Weg in sein Inneres gehen.

Verantwortung für sein Denken und Handeln übernehmen
und dabei auch sein Herz einbeziehen.
Wir verstecken die Weisheit also im Menschen
und zwar am besten bei seinem Herzen.

Die anderen Götter waren von dem Vorschlag begeistert
und so wurde die Weisheit des Universums im Menschen selbst versteckt.

Noch heute suchen die Menschen
an vielen Orten
und in vielen Dingen
die Weisheit des Universums.

Doch nur die reifsten Menschen
beginnen sie dort zu suchen,
wo sie sie wirklich finden können…


unbek Verfasser

Jan
17

Kala (beFREIen und verzeihen)

Das zweite Ka-Huna Prinzip:
 
Kala (beFREIen und verzeihen):

- Es gibt keine Grenzen -
oder
- Alles ist Eins -
oder
- Alles ist miteinander verbunden -
oder auch
- Alles ist möglich -

 

Diesem Prinzip zufolge ist eine Trennung und Unterscheidung der Dinge NUR eine nützliche ILLUSION.

Vielleicht denkst Du, dass es keinen Sinn macht, zu behaupten,
dass Trennung (und daher Definition, Differenzierung, Unterscheidung etc.) eine Illusion ist.
Für eine Trennung gibt es ja schließlich objektive "Beweise":

Schließlich bist Du derzeit objektiv getrennt von Deinem Display
oder der Tastatur Deines Handys bzw. Rechners. Außerdem bist Du
offensichtlich getrennt von dem Stuhl, der auf dem ebenfalls
getrennt zu sehenden Boden steht, in einem getrennten Raum
oder der getrennt zu sehenden Natur.

Alle diese Dinge haben für Dich vielleicht zunächst einmal
nichts miteinander zu tun und sollten daher am besten auch
getrennt voneinander betrachtet werden.
Alles wäre dann also separiert und dadurch, für den Verstand gut handhabbar:)
Vielleicht denkst Du: Das Prinzip muß falsch sein und es müßte anders heißen:

"Alles hat Grenzen" oder "Die Dinge haben nichts miteinander zu tun"

...schließlich willst Du keinen undefinierbaren, undifferenzierten Brei,
mit dem Du nichts anfangen kannst.

Wenn Du genauer darüber nachdenkst, gehst Du vielleicht
sogar noch weiter und denkst Folgendes:
 
Dadurch, dass wir die Dinge trennen, zerlegen, unterscheiden, separieren und definieren,
haben wir enorme Vorteile!

Durch die Zerlegung der Stoffe und Definition beispielsweise unseres Periodensystems,
sind wir in der Lage, zB molekulare Strukturen zu erschaffen.
Alle unsere Errungenschaften, wie zB der Stuhl, Display, Handy existieren nur,
weil wir zunächst Dinge definiert und dann die definierten "Einzelteile"
zusammengesetzt haben!

Für viele Menschen sind auch die Finger Ihrer Hand zu separieren.
(Ohne Daumen hätten wir es auch tatsächlich schwerer, Dinge zu -be-greifen ;-))

Der Punkt ist allerdings der:
Bei den Huna-Prinzipien geht es um "die verborgene Seite".
Wenn es hilfreich für Dich ist, separiere und definiere was das Zeug hält!!

ABER:
Wenn Du Dich wohler fühlen möchtest, verbinde Dich mit deinem Leben!
Schaue auf die Verbindungen, die Du zu den Dingen hast!
Wie fühlt es sich an, das Handy, den Rechner, (hoffentlich)
alle Finger in Deinem Leben zu haben?
Achte auf die Einheit, die sich in Dir bildet....

Du bist mit Allem in Deinem Leben auf dieser "verborgenen" Ebene verbunden!
Alles wird Eins (in Dir), Du schreibst Allem etwas (zb Werte) zu
und verleihst ihm Bedeutung.
Du findest das grenzenlose ;-) Universum ebenso in Dir wieder,
wie das Fernsehprogramm.

Wenn Du Dir Kooperation, Liebe, Harmonie, Verbundenheit und "Wohlfühlen" oder
schlicht und ergreifend eine VERÄNDERUNG wünschst,
ist es wichtig, dieses Prinzip zu kennen.

Kala zufolge gibt es keine Grenzen, ausser denen, die Du ziehst.
Annahmen, Definitionen, Festlegungen, Einschränkungen, Urteile, Unterscheidungen etc.
können, diesem Prinzip zufolge, überwunden werden!

Kala beschreibt, dass es unsere Annahmen, Urteile, Trennungen, Separierungen und Definitionen etc,
also unsere Gedanken sind, die uns Grenzen setzen.

Dinge, die wir gelernt haben (und entsprechend für gesichertes Wissen halten),
gehören genauso dazu, wie Glaubenssätze beispielsweise aus prägenden Erfahrungen.


Kala erinnert uns gleich an mehrere wichtige Aspekte für unser Wohlbefinden:
 

  • Es erinnert uns daran, uns von einengenden Glaubensätzen und Befürchtungen zu
    befreien. (Glaubenssätze wie zB: "Ich kann nicht....", "Ich bin ein Opfer..."
    "Die Welt oder ich ist *soundso*, nicht OK / sicher / gut...")
  • Kala erinnert uns daran, wie wichtig es ist, zu verzeihen und sich mit
    (alten) Verletzungen oder den eigenen und fremden Verfehlungen auszusöhnen.
    Es sind unsere eigenen Definitionen, Urteile und "Lasten", die wir unter Umständen
    unser Leben lang mit uns "rumschleppen" und die unser Unwohlsein unter Umständen
    manifestieren.
  • Die Art und Weise, wie wir Grenzen setzen (oder eben nicht),
    hat einen massiven Einfluß auf unser Leben.
    Besonders wichtig sind dabei unsere Grundannahmen (Definitionen) über die Welt,
    über die Menschen, über uns selbst, das Leben und über "das Universum".
  • Das Denken in "Entweder/Oder" Kategorien ist in den Fällen, in denen es nicht
    hilfreich ist, Kala zufolge, schlicht und ergreifend falsch!
    Wir haben an diesen Stellen etwas falsch definiert, eine Grenze gezogen, die uns nicht weiterbringt
    oder ein Thema noch nicht "ausgeheilt" bzw. verziehen & befreit.
    Das Denken in "Sowohl als auch" kann in diesen Fällen eine lohneswerte Alternative für uns sein...

Genauso wie wir Grenzen ziehen können, die in einem Lebensabschnitt
lebensdienlich für uns sind, können wir die Grenzen auch wieder verschieben
oder erweitern und uns von alten Mustern befreien, sollten sie uns nicht mehr gut tun!




Zitat:
Stell Dir vor, Deine Gedanken stehen auf Blättern,
es ist Herbst,
die Blätter fallen von den Bäumen
und landen im Fluß des Lebens.

Schaue Ihnen nach und bemerke,
dass es bald Frühling wird,
neue Blätter entstehen
und WERDEN beschrieben.
unbekannter Verfasser




„Vergebung ist keine einmalige Sache,
Vergebung ist ein Lebensstil.“
 
Martin Luther King



Unser Herz weiß, dass es gemacht ist, um zu verzeihen
und nicht, um der Verzeihung zu bedürfen.

 
angelehnt an Jean Jacques Rousseau

 

Jan
06

Bekommen, was man denkt

Strassencafe 

Foto: schnucke81
"Wiener Flair"

Some rights reserved.
Quelle: www.piqs.

Ein Mann lebte mit seinem Stand am Straßenrand
und verkaufte Würstchen.
Er war schwerhörig, deshalb hatte er kein Radio.
Er sah schlecht, deshalb las er keine Zeitung.
Aber er verkaufte köstliche, heiße Würstchen.

Es sprach sich herum und die Nachfrage stieg von Tag zu Tag.
Er investierte in einen größeren Stand,
einen größeren Herd
und musste immer mehr Wurst und Brötchen einkaufen.
Er holte seinen Sohn nach dessen Studium
an der Universität zu sich, damit er ihn unterstützte.


Da geschah etwas...


Sein Sohn sagte:
"Vater, hast du denn nicht im Radio gehört,
eine schwere Rezession kommt auf uns zu.
Der Umsatz wird zurückgehen
- du solltest nichts mehr investieren!"

Der Vater dachte:

"Nun, mein Sohn hat studiert,
er schaut täglich Fernsehen,
hört Radio und
liest regelmäßig den Wirtschaftsteil der Zeitung.
Der muss es schließlich wissen."


Also verringerte er seine Wurst- und Brötcheneinkäufe
und sparte an der Qualität der eingekauften Waren.

Auch verringerte er seine Kosten, indem er keine Werbung mehr machte.
Und das Schlimmste: Die Ungewissheit vor der Zukunft
ließ ihn missmutig werden im Umgang mit seinen Kunden.

Was daraufhin passierte?
Es ging blitzschnell:
Sein Absatz an heißen Würstchen ging drastisch zurück.

"Du hast Recht mein Sohn,
sagte der Vater,
es steht uns tatsächlich eine schwere Rezession bevor."


unbek Verfasser
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