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Jun
29

Das Gesetz des Loslassens

Das Gesetz des Loslassens beschreibt die Wahrheit, dass jeder Mensch lernen muss, sich "zu lösen".
Festhalten, Anhaftung bis hin zur Sucht, markieren den Gegenpol zum Loslassen.
Die Einheit, um die es beim "Loslassen" oder "Festhalten" geht, ist meist nichts Geringeres, als die von uns erlebte Realität.
Beim Loslassen geht es oft um unser Vermögen, die "wirkliche Wirklichkeit" zu bejahen, also anzunehmen.

Das Gesetz des Loslassens zeigt uns, dass es nicht nur den eigenen Lernweg,
die eigene Verwirklichung gibt, sondern auch Lernwege, denen alle Menschen "unterworfen" sind.

Das Prinzip des Loslassen ist aus dieser Sicht, eines der elementarsten, der "naturgegebenen Lernziele".
Dieses Lernziel ergibt sich nicht nur aus der Ablösung von den Eltern und wegen dem "erwachsen werden" der eigenen Kinder oder wegen des Todes.
Loslassen betrifft auch Entwicklungsschritte, bei denen wir Vergangenes "hinter uns" lassen.
Schauen wir uns das Kompetenzmodell an, stellen wir fest, dass die höchste Ebene unserer Kompetenz darin besteht, das Gelernte UNBEWUSST "zu können".
Insofern gehört das Loslassen auch zum Kompetenzaufbau. 
 

 

Für uns bedeutet dieses Prinzip,
dass uns das Leben Herausforderungen stellt,
denen wir gewachsen sind.

Durch unser Festhalten, unserer Anhaftung,
unserem Nein-Sagen den Realitäten gegenüber,
machen wir uns unsere eigene Realität "schwerer"
und sorgen machmal auch für Herausforderungen,
denen wir eben nicht (realistischerweise ;-) ) gewachsen sind.

 

Zitat:

Anstrengung ist ein Teil des Ganzen,
Nicht-Anstrengung ein anderer Teil.
Heben Sie diese Zweiteilung auf ->
und das Ergebnis ist müheloses Handeln,
ohne am Ergebnis zu hängen.
 
 

Da Vergänglichkeit für uns gleichbedeutend ist mit Schmerz,
klammern wir uns verzweifelt an die Dinge,
obwohl sie sich ständig ändern.
Wir haben Angst, loszulassen,
wir haben Angst, wirklich zu leben,

weil leben lernen loslassen lernen bedeutet.

Es liegt eine tragische Komik in unserem Festhalten:
Es ist nicht nur vergeblich,
sondern es beschert uns genau den Schmerz,
den wir um jeden Preis vermeiden wollten.
Die Absicht hinter dem Greifen ist nicht unbedingt schlecht.

Es ist an sich nichts falsch an dem Wunsch,
glücklich zu sein;
weil aber das, wonach wir greifen, von Natur aus ungreifbar ist,
schaffen wir uns immer nur Frustration und Leiden.
 

 

 


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